Ameisen (Formicidae) – Arten, Lebensweise und Nutzen

Auf unserem Ameisen Ratgeber erfahren Sie alles wissenswerte über die kleinen Insekten. Ameisen sind fleißige Arbeiter, die wichtige Aufgaben innerhalb des Ökosystems inne haben. So sorgt die Ameise beispielsweise im Wald für einen aufgelockerten Boden.

Ameisen Kopf Vergrößerung

Kopf einer Ameise – Vergrößerung – By Steve Jurvetson, [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Ameisen im Haus oder heimischen Garten können aber schon sehr lästig sein. Lesen Sie mehr über die Ameise als solches, wie diese sich fortpflanzt und was sie gegen die Quälgeister in Wohnung oder auf der Terrasse unternehmen können. Wie können Sie die Ameise in unerwünschten Bereichen vertreiben, was hilft gegen Ameisen und gibt es funktionale Hausmittel?

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Inhaltsverzeichnis:

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Was sind Ameisen?

Zoologisch wird die Familie der Ameisen (Formicidae) den Hautflüglern (Hymenoptera) zugeordnet. Die Insekten bilden Staaten, deren Bevölkerungsdichte sehr unterschiedlich sein kann: Manche Kolonien beherbergen nur einige Hundert, andere eine Million. Im Sozialverband hat jedes Individuum eine Aufgabe zu erfüllen, die je nach der zugehörigen Kaste genau definiert ist. So sorgen die Männchen ausschließlich für die Befruchtung der Königinnen, deren einziger Lebenszweck darin besteht, Nachwuchs auf die Welt zu bringen.

Alle anderen Tätigkeiten wie Futtersuche, Fütterung von Brut und Königinnen, Nestbau oder die Verteidigung des Reviers fallen den geschlechtlich inaktiven Arbeiterinnen zu. Die Tiere kommunizieren überwiegend über Duftstoffe und das gegenseitige Abtasten mit den Fühlern. Einige Arten verständigen sich auch über Klopfsignale.

 

Welche einheimischen Arten gibt es?

Weltweit sind über 13.000 Arten bekannt, in Deutschland kommen davon etwa 115 vor. Am häufigsten ist in heimischen Gärten die Schwarze Wegameise anzutreffen. Sie legt ihre Baue im Rasen, in Mauerspalten oder unter Steinen an und dringt bei der Nahrungssuche auch in Häuser ein.

Die gelbe Wiesenameise züchtet in unterirdischen Nestern Wurzelläuse und ernährt sich von deren Ausscheidungen, auch „Honigtau“ genannt. Sie verlässt den Bau nur selten und wird im Garten meist durch Zufall unter Steinen oder in überwucherten Rasenstücken entdeckt.

Schwarze Garten Ameise

Schwarze Garten Ameise – By Jens Buurgaard Nielsen [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons

Einige Arten ernähren sich von Totholz und können durch das Zerstören von Holz oder Dämmmaterial großen Schaden anrichten. Das geschieht, wenn sie ihre Nester innerhalb von Häusern anlegen. Dazu zählen die Rossameise, die Schwarze Holzameise, die Zweifarbige Wegameise sowie die Braune Wegameise. Die Erdnester der Roten Gartenameise und der Rasenameise sind sehr häufig in Gärten zu finden. Insbesondere die Rote Gartenameise kann auf eine Störung recht angriffslustig reagieren. Nur noch selten sind die charakteristischen Tannennadelhügel der Waldameisen zu sehen – sie ist vom Aussterben bedroht und steht unter Naturschutz. Regional kommen in Deutschland auch Sklavenameisen, Amazonenameisen und Herzkopfameisen vor. Entgegen der weitläufigen Meinung, sind fliegende Ameisen keine eigenständige Art.

 

Wieviel wiegen Ameisen und welche Größe erreichen sie?

Sowohl das Gewicht, als auch die Größe ist natürlich von Art zu Art unterschiedlich. Zusammenfassend lässt sich aber sagen, dass Ameisen eine Körperlänge zwischen 0,8 und 25 mm erreichen und ca. 6-10 Milligramm wiegen. [1]


 

Wie vermehren sich Ameisen?

Bei den meisten Ameisenarten sind nur Männchen und Königinnen zur Fortpflanzung fähig, Arbeiterinnen bleiben geschlechtlich inaktiv. Die Ameisenkönigin wird am Anfang ihres Lebens, beim sogenannten „Hochzeitsflug“, von bis zu 40 Männchen begattet – dieser Vorrat an Spermien reicht für alle zukünftigen Nachkommen aus.

Nach der Befruchtung sterben die Männchen, das Weibchen wirft seine Flügel ab und kehrt als Königin in seinen Bau zurück oder gründet einen neuen Staat. Während der Eiablage kann die Königin selbst entscheiden, ob sich ein Männchen oder ein Weibchen entwickeln soll. Befruchtet sie das Ei, wird daraus eine Arbeiterin oder Königin, aus unbefruchteten Eiern entstehen Männchen.

Die Larven der Ameise schlüpfen nach ein bis vier Wochen und werden fortan von den Brutpflegerinnen mit Nahrung versorgt. Von dieser hängt es ab, ob eine zukünftige Königin oder eine Arbeiterin heranwächst – auch die Männchen erhalten ein spezielles Futter. Im anschließenden Puppenstadium nehmen die Tiere keine Nahrung mehr auf, je nach Art schlüpft der Nachwuchs nach zwei bis vier Wochen.

Leben und Besonderheiten der Ameisen

Wissenswertes und Kurioses zur Staatenbildung der Ameise

Wer steht der Ameisenkolonie vor?

Ameisen sind soziale Insekten. Sie leben in Staaten, die sie zuvor gebildet haben. Die jeweilige Größe hängt von den beteiligten Bewohnern ab. Dabei kann es sich um Staaten von zehn bis zwanzig Millionen Individuen handeln. Bei zehn Millionen spricht man auch von der Dinoponera. Dem Staat steht mindestens eine Ameisenkönigin vor. Gibt es nur eine, dann kann ihr Staat nur bis zu ihrem Tod überleben. Mit ihrem Ende gibt es keine Eier mehr.

Handelt es sich um die rote Waldameise – oder Formica rufa -, so kann ihre Königin bis zu fünfundzwanzig Jahre ihrem Reich vorstehen. Ihren Arbeiterinnen ist jedoch nur ein Leben von zwei bis drei Jahren vergönnt. Etwas länger kann hingegen die Schwarze Wegameise am Ruder bleiben. Ihr werden bis zu 29 Jahre zugeschrieben. Die Königin besitzt meistens Flügel, mit denen sie ihr Netz für die Paarung verlassen kann.

 

Wie vollzieht sich die selbstständige Staatengründung?

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Wird ein neuer Staat gegründet, dann entsteht auch eine neue Kolonie. Zu diesem Zweck gräbt die neue Königin eine Erdhöhle. In diese legt sie ihre Eier ab. Aus den Eiern schlüpfen Larven. Sobald diese die Höhle bevölkern, beginnt die Königin mit deren Versorgung. Sie ernährt ihren Nachwuchs, indem sie ihr Fettgewerbe und ihre Flügelmuskeln nutzen.

Ihren Energiehaushalt deckt sie mit den überschüssigen Eiern. Während dieser Zeit verlässt sie ihre Höhle nicht ein einziges Mal. Allerdings ist sie in dieser Zeit unterschiedlichen Fressfeinden ausgeliefert, die für eine gesunde Population im Ameisenreich sorgen. Nach kurzer Zeit werden aus den Larven Arbeiterinnen. Diese übernehmen die zahlreichen staatlichen Arbeiten inmer- und außerhalb der Erdhöhle. Ab diesem Zeitraum konzentriert sich die Königin nur noch auf ihre Nachkommenschaft.
 

Gibt es auch unselbstständige Staatsgründungen?

In den meisten Fällen sind nicht nur die Königin und ihre Arbeiterinnen an der Gründung der Kolonie beteiligt. Es werden auch fremde Königinnen eingebunden. Beispielsweise sucht sich die Blutrote Raubameisen kleine Königinnen aus, die gerade ihre eigene Kolonie gründen oder verwalteten. Sie legt dann ihre größeren Eier einfach in die Bruthöhle der kleineren Verwandten. Diese hat keine Wahl. Sie muss beide Eierarten ausbrüten.

Sobald die Larven der größeren Rivalin geschlüpft sind, tötet diese die kleine Königin und ernährt sich von ihr. Deren Nachkommen überlässt sie ihrem Schicksal. Die Arbeiterinnen der ehemaligen Königin nehmen die neue Königin und deren Arbeiterinnen als Vorgesetzte an. Im Rahmen dieses Sozialparasitismus kümmern sich alle um die neuen Larven. Bedauerlicherweise stirbt die Art der alten ursprünglichen Ameisenart aus. Das liegt daran, dass sich die alten Arbeiterinnen nicht mehr um ihre eigene Brut kümmern dürfen.

 

Alternative Staatengründung der Ameisen

Gibt es in einem Ameisenstaat mehrere begattete Ameisenköniginnen, so können diese den alten Staat verlassen und einen neuen gründen. Man spricht hier von Teilung oder Sprossung. In diesem Fall sammeln sich artgleiche Arbeiterinnen um ihre neuen Königinnen und folgen ihren. Sobald sie eine geeignete Erdhöhle gefunden haben, gründen sie hier gemeinsam ihre neue Kolonie.

Diese Vorgehensweise birgt einige Vorteile. Dazu gehört die Tatsache, dass sich die Königinnen sofort und uneingeschränkt um den Nachwuchs kümmern. Außerdem ist die Lebensdauer einer solchen umfangreichen Kolonie unbegrenzt. Da auf diesem Weg auch die Verwandtschaftsgrade der Arbeiterinnen von 0,75 bis auf 0 sinken, verbessert sich die genetische Zusammensetzung des neuen Volkes.

 

Die Superkolonie der Ameisen

Berühmt sind die Superkolonien. Sie werden von zahlreichen Königinnen gebildet, die sich ein Volk (Polgynie) teilen. Dieses Volk ist an mehreren Neststandorten zuhause. Gleichzeitig führt die Sprossung zur Gründung neuer Nester. Eine Superkolonie kann sich über mehrere Tausend Kilometer erstrecken. In ihr wohnen außerdem mehrere Milliarden von Ameisen.

Innerhalb des Volkes gehen sie freundlich miteinander um. Gegenüber anderen Stämmen werden sie jedoch schnell aggressiv und verteidigen ihr Revier. Die aus Südamerika stammende Linepithema humile soll eine Superkolonie geschaffen haben, die sich auf eine Küstenlänge sich auf bis zu 6000 km erstreckt.

 

Fortpflanzung der Ameise

Typisch für Ameisen ist, dass sie in einem Sozialstaat leben, der durch seine Königin geprägt wird. Königin und Arbeiterinnen überleben die Winterzeit. Zum Frühlingsanfang beginnt die Königin bereits mit der Eiablage.

Die Arbeiterinnen füttern die Larven mit Futter aus ihrem Kropf. Für die Beimengung von Hormonen sorgt die Unterlippenspeicheldrüse. Ob sich ein Weibchen, eine Jungkönigin oder ein Männchen entwickelt, hängt von der hormonellen Zusammensetzung des Futters ab. Wird kein Futter mit Hormonen aus den Kopfdrüsen gegeben, können nur Arbeiterinnen entstehen. Der Hochzeitsflug der Weibchen findet Anfang Mai statt.

Die Männchen sterben nach dem Hochzeitsflug beziehungsweise der Paarung und die Jungköniginnen verlieren die Flügel. Das Weibchen bekommt bei der Paarung die Samen lebenslang. Vor der Befruchtung der Eier wird der Samen vorübergehend in der Samentasche aufbewahrt. Erst bei der Eiablage werden die Eier befruchtet. Männchen oder Arbeiterinnen entstehen immer dann, wenn keine Befruchtung der Eier erfolgt.

 

Verhaltensweise der Ameise

Das Weibchen sucht nach dem Hochzeitsflug schon existierende Ameisenbaue auf, tötet dort die Königin und lebt in dem Bau als neue Königin weiter. Sollte dies nicht möglich sein, gründet sie in lockerem Gehölz einen neuen Staat.

Die Eier werden in unterirdischen Gängen abgelegt. Die Königin bestimmt die Arbeit am neuen Bau. Sie kann sich erst nach dem Schlüpfen der nächsten Generation Arbeiterinnen ganz auf die Eiablage beschränken, wenn sie von vielen Helferinnen unterstützt wird.

Nach der Eiablage werden die Eier in die Brutkammern gebracht und dort die Larven gefüttert. Die Arbeiterinnen lecken die Eier, Larven und Puppen, um ein Austrocknen zu verhindern. Die jungen Ameisen versehen zunächst Innendienst und verlassen erst nachher den Bau.




Unter den Ameisenarbeiterinnen besteht eine strikte Arbeitsteilung hinsichtlich Brutpflege, Erweiterung des Ameisenbaus und Verteidigung. Zur Verteidigung haben Waldameisen kräftige Kieferzangen, die die Haut durchdringen können. In diese Wunden wird dann Ameisensäure gespritzt. Marienkäfern, welche die Blattläuse fressen wollen, werden die Beine mit den Kieferzangen der Waldameisen abgebissen.

Die meisten Ameisen sind den ganzen Tag mit Nahrungssuche beschäftigt. Insbesondere die Betreuung der Kolonien nimmt viel Zeit in Anspruch. Ameisen besitzen immense Kräfte und können ein Mehrfaches ihres Körpergewichtes transportieren. Zwischen den Kolonien zeigen Ameisen ein typisches Revierverhalten. Auch massive Kämpfe zwischen den Ameisen unterschiedlicher Kolonien lassen sich beobachten.

 

Was ist Ameisensäure?

Ameisensäure ist eine wasserlösliche, farblose, ätzende und stechend riechende Flüssigkeit aus der Gruppe der Carbonsäuren. Sie wird auch als Methan- oder Formylsäure bezeichnet. Die Ameise sondert die Substanz zur Verteidigung ab, industriell wird sie vor allem in der Medizin und als Desinfektionsmittel verwendet. Als Konservierungsstoff E 236 in Lebensmitteln ist Methansäure seit 1998 nicht mehr zugelassen. Weitere Informationen über deren heutige Verwendung und Möglichkeiten für den Kauf der Säure gibt es im Beitrag Ameisensäure – Defintion und Nutzen.

 

Woher kommen Ameisen ins Haus?

Ameisenplage im Treppenhaus

Ameisenplage im Treppenhaus

Die Nester der Ameise befinden sich in der Regel außerhalb des Hauses unter Steinen, in Mauerspalten oder in geschädigten Holzteilen.

Insbesondere süße Lebensmittel locken sie durch offene Terrassentüren, undichte Fenster und kleinste Ritzen ins Haus.

Dabei hinterlassen sie eine Duftspur, die schließlich von immer mehr Bewohnern des Ameisenstaates verfolgt wird.

 

Ameisen im Garten – nützlich oder schädlich?

Ameisen sind im Garten durchaus nützlich. U. a. übernehmen die Insekten folgende Aufgaben:

  • Ameisen lockern den Boden auf
  • Sie bringen Biomasse als Dünger in die Erde ein
  • Die Insekten fressen Schneckeneier und Drahtwürmer
  • Ameisen beseitigen tote Tiere und abgestorbene Pflanzenteile

 

Sie verbreiten auch Pflanzensamen und sorgen dadurch für eine Vermehrung derselben – handelt es sich dabei um Unkraut, hält sich die Freude beim Gärtner jedoch in Grenzen. Einige Arten, darunter die häufig vorkommende Schwarze Wegameise, leben überwiegend vom Honigtau der Blattläuse. Diese werden von ihnen regelrecht gezüchtet, gegen Fressfeinde verteidigt und zur Vermehrung auf andere Pflanzen umgesiedelt – dabei können auch Krankheiten übertragen werden.

Unangenehm bemerkbar machen sich die unterirdischen Nester mancher Ameisen, wenn sie unter Terrassen oder gepflasterten Wegen angelegt werden: Durch die Bautätigkeit können diese unterhöhlt werden und einsinken.

Ameise Makroaufnahme

Auch aufgeworfene Grashügel im gepflegten Rasen sind sehr störend, ein versehentliches Eindringen menschlicher Extremitäten in ein Ameisennest endet zudem häufig sehr schmerzhaft. Verdörren Pflanzen in Gemüse- oder Hochbeeten trotz guter Pflege, kann ebenfalls die Bauwut der Ameise die Ursache sein. Legen sie ihre Gänge rund um die Wurzeln der Pflanzen an, sind diese nicht mehr in der Lage, genügend Nährstoffe aufzunehmen und vertrocknen.

 


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Wie kann man Ameisen bekämpfen?

Stören Ameisennester im Garten an bestimmten Stellen, kann eine Umsiedelung des Baus Abhilfe schaffen. Dafür wird ein Blumentopf (ohne Loch!) mit feuchter Holzwolle oder Stroh ausgestopft und umgekehrt auf das Nest gestellt. Nach einigen Tagen sollte sich der Umzug in das vorübergehende Zuhause vollzogen haben. Die Ameisen können bequem an eine andere Stelle des Gartens übersiedelt werden. Damit der alte Bau nicht wieder bezogen wird, muss er für die Ameise unattraktiv gemacht werden: Dafür eignet sich gut eine Bepflanzung mit stark riechenden Kräutern wie Lavendel oder Majoran.

Auch eine Reihe anderer Düfte werden von den geruchsempfindlichen Insekten gar nicht geschätzt: Das Überstreuen eines Ameisennestes oder einer Ameisenstraße mit Zimt, Chili oder Gewürznelken lässt diese das Weite suchen.

Bewährt hat sich auch das Ausbringen von Brennesseljauche – diese wirkt zudem sehr effektiv gegen Blattläuse, was zumindest den vom Honigtau lebenden Wegameisen die Nahrungsgrundlage entzieht und sie langfristig beim Ameisen vertreiben hilft.

Achtung Ameisen

Nematoden (Fadenbandwürmer) können ebenfalls erfolgreich gegen eine Ameisenplage im Garten eingesetzt werden. Im Handel ist ein spezielles Pulver erhältlich, das mit Wasser verrührt auf das Ameisennest aufgebracht wird. Die sich daraus entwickelnden Nematoden werden von den Insekten als Bedrohung angesehen, worauf sie sich und ihre Brut schnellstens in Sicherheit bringen. Die Tiere mögen keine überfluteten Wohnungen. Nester in Blumenkästen oder -kübeln werden nach mehrmaliger „Überschwemmung“ in der Regel schnellstens aufgegeben.

 

Weitere Möglichkeiten Ameisen zu vertreiben

Zur tödlichen Falle werden für die kleinen Krabbler mit Bier und Honig gefüllte Schüsseln. Vom Geruch unwiderstehlich angezogen, fallen sie hinein und ertrinken. Der Biergeruch kann allerdings auch Schnecken anlocken!

Hartgesottene übergießen ein Ameisennest mit kochendem Wasser, was die Mehrzahl der Tiere und die Brut tötet.

Kreidestriche oder Kalkbarrieren (die allerdings regelmäßig erneuert werden müssen) verhindern ebenso, wie gut abgedichtete Ritzen an Fenstern und Türen das Eindringen der Ameise ins Haus.

Sind diese bereits vor Ort, vertreibt sie der Geruch von Essig, mit dem bevorzugte Wege der Insekten regelmäßig gereinigt werden. Alternativ kann auch Teebaumöl verwendet werden, allerdings nur, wenn keine Katzen im Haus sind – für die Samtpfoten ist dieses nämlich schädlich.

Als natürliches „Gift“ kann eine Mischung aus Natron und Puderzucker verwendet werden, das den Krabbeltieren den Garaus macht. Chemische Gifte sollten nur im Ausnahmefall zum Einsatz kommen! Sie töten auch andere nützliche Insekten und können zudem für Kinder und Haustiere gefährlich werden.

Gut verschlossene und regelmäßig geleerte Mülleimer beugen einer (erneuten) Ameisenplage vor, auch Futterreste von Hunde- oder Katzenfutter sowie alle süßen Leckereien stellen eine große Versuchung für die Ameise dar.

[1] Formicidae – wikipedia.de – Abruf am 22.01.2020