Ameisenplage in Haus und Garten – Was tun bei akutem Ameisenbefall?

In der freien Natur übernehmen Ameisen Aufgaben, die für das natürliche Gleichgewicht von großer Bedeutung sind. Sie sorgen für die Beseitigung von Biomaterial und sind reinigende Ordnungshüter. Leider kann aus den Nützlingen auch schnell eine regelrechte Ameisenplage werden.

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Ameisen sind staatenbildend und leben mit einer strikten Aufgabenverteilung. Während die Brut der Königin obliegt, sind sogenannte Späherameisen für die Erkundung neuer Nahrungsquellen zuständig.

Auf der Suche nach Nahrung machen sie nicht vor unseren Gärten und Häusern halt. Einmal Spuren von Nahrung entdeckt, markieren die Späher eine Spur mit Pheromonen und die Arbeiter des Staates kommen, um die Nahrung in den Bau zu bringen.

Von Interesse für Späherameisen sind schon kleinste Kuchenkrümel, offene Zuckertüten und alle Spuren von stärke- und eiweißhaltigen Lebensmitteln. Die ersten Anzeichen einer Ameisenplage sind nicht leicht zu entdecken, aber es gibt einige Hinweise auf den Insektenbefall.

 

Wie zeigt sich eine Ameisenplage im Haushalt?

Um eine Ameisenplage zu erkennen, sind Infos über Ameisen hilfreich. So nutzen Ameisen Wege, um die Lebensmittel aus der Küche in den Staat zu bringen.

Diese Wege ähneln Trampelpfaden, sie werden immer wieder von den Insekten genutzt. Doch Ameisenspuren führen nicht nur hinaus, sie führen auch in den Wohnraum des Hauses hinein.

Hier helfen weitere Infos über Ameisen, um Anzeichen für eine Ameisenplage zu erkennen. Ameisen ernähren sich von den Ausscheidungsprodukten der Blatt- und Schildläuse.

Um diese Quelle zu pflegen, züchten und Schützen Ameisen die Pflanzenschädlinge. Ein verstärkter Befall von Zimmerpflanzen oder dem Grün im Garten kann auf eine Ameisenplage hindeuten.




Gern bauen Ameisen Nester in Blumentöpfen, sowohl im Innenbereich als auch Außen. Die Wurzeln der Pflanzen werden dabei geschädigt und die Pflanzen gehen ein. Scheinbar grundlos vertrocknete Pflanzen können ebenfalls ein Anzeichen für eine Ameisenplage sein.

Eine Besonderheit sind Holzameisen, sie bauen ihre Nester gern in Holzverbauungen. Finden sich häufig Krümel von Holz oder auch von Silikon können diese von einem Ameisenbefall herführen.

 

Ist eine Ameisenplage harmlos?

Eine Ameisenplage sollte nicht abgetan werden. Schon fliegende Exemplare in der Wohnung sind unangenehm, die Schädigung von Pflanzen ist ärgerlich und der Angriff auf die Gebäudesubstanz durch eine Ameisenplage sollte unbedingt vermieden werden.

Eine Ameisenplage im Garten äußert sich in kleinen Erdhügeln, gern in Fugen von Pflasterarbeiten. Gepflasterte Flächen können sich durch die Unterhöhlung, die eine Ameisenplage auslöst, absenken und Mauerwerk kann gelockert werden.

Ameisen sondern zur Abwehr bei Gefahr Ameisensäure ab. Ameisensäure wirkt ätzend beim Kontakt mit der Haut, es entwickelt sich ein brennendes Gefühl und Allergiker erleben gesundheitliche Beeinträchtigungen. Eine Ameisenplage im Haus sollte also unbedingt beseitigt werden.

 

Wie lassen sich Ameisen bekämpfen?

Ein leichter Befall durch Ameisen lässt sich mit einem handelsüblichen Insektenmittel gut in den Griff bekommen. Allerdings wirken die Mittel auch schädigend auf andere Insekten.

 

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Ein bekanntes Hausmittel ist Backpulver, wichtig dabei ist jedoch, dass das Backpulver auf der Basis von Natriumhydrogenkarbonat besteht. Wirkungsvoller ist noch reines Natron, das zum Backen verwendet wird.

Zu gleichen teilen mit Puderzucker vermischt, wird es auf die Ameisenwege gestreut. Die Ameisen nehmen das Natron auf und sterben. Eine weitere Möglichkeit ist den Pheromonen Duft der Späherameisen mit Essig zu überdecken und die Orientierung der Ameisen zu stören.

Hierzu eine Schüssel mit Essig zwischen die Lebensmittel oder in die Vorratskammer stellen. Wirksam und umweltfreundlich wirkt Teebaumöl, dass auf die Wege aufgetragen wird.

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Ist die Ameisenplage zu ausgeprägt, hilft oft nur noch der Schädlingsbekämpfer

Ein mechanisches Mittel gegen Ameisen ist der Staubsauger. Alle diese Methoden sollten in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Bei sehr starkem Befall, der schon weit in den eigenen Lebensraum vorgedrungen ist, ist die Hilfe eines Fachmanns gefragt.

Ein guter Schädlingsbekämpfer stellt zuerst die Ameisenart fest und geht gezielt gegen die Tiere vor. In der Regel wird bei einer Bekämpfung Gift eingesetzt, solange bis die Plage beseitigt ist.

Bei einem großen Ameisennest im Garten kann eine Umsetzung helfen. Für eine Umsiedlung den Ameisen einen komfortablen neuen Wohnsitz anbieten.

Dazu einen Blumentopf mit Stroh füllen und für einige Tage über das alte Nest stülpen. Mit einem Spaten das Nest und etwas Untergrund aufnehmen und an einen anderen Ort bringen.