Ameisen im Blumentopf – Das sollten Sie tun!

Beinahe jede Hobbygärtnerin bzw. jeder Hobbygärtner hatte schon seine Probleme mit ihnen: Ameisen. Dabei sind die kleinen Tiere in der Natur ausgesprochen nützlich, so könnte man sie auch als eine „von Natur gegebene“ Gesundheitspolizei sehen. Wären da nur nicht die klitzekleinen Eigenschaften der doch nützlichen Tiere, die Hobbygärtner an den Rand des Wahnsinns bringen können. Um genau das zu vermeiden wird im Folgenden erklärt, wie man Ameisen im Blumentopf am besten vertreibt oder auch bekämpft.

ameisen im blumentopf

Ameisenbefall bei Topfpflanzen

Wie bereits angedeutet sind die kleinen Insekten keine schädlichen Tiere, wie sie oftmals von Gärtnerinnen und Gärtnern bezeichnet werden. Sie sind vielmehr fleißige Insekten die sich in der Rolle des effektiven Schädlingsvertilger sehr gut einfinden. So gibt es beispielsweise die Formica rufa (genannt: Rote Wald-Ameise) die mehr am Waldrand oder auf Lichtungen lebt.

Das unter Artenschutz stehende Wald-Ameisenvolk kann am Tag bis zu hunderttausend wirbellose Tiere erbeuten. Auf dem Speiseplan der Insekten stehen zum Beispiel die Falterraupe und die Blattkäferlarve. Allerdings sollte auch gesagt werden, dass die kleinen Tierchen nicht zwischen Schädlingen und Nützlingen unterscheiden können. Infolgedessen kann es im schlimmsten Fall dazu kommen, dass leider auch Nützlinge in die Fänge der Ameise geraten.

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Wann wird eine Ameise zum Lästling?

Ameisen im Blumentopf können aus der Sicht einer Hobbygärtnerin oder eines Hobbygärtners einige schlechte Angewohnheiten mit sich bringen. Für die zuckerhaltigen Ausscheidungen, dem sogenannten Honigtau, beschützen die Ameisen die Blattläuse vor ihren natürlichen Fressfeinden. Andere Ameisenarten legen wiederum ihre Nisthöhle des Öfteren an einer sonnigen Terrasse an. Grund dafür sind die erwärmten Pflastersteine.

So versammeln sich Ameisen auch gerne in Blumentöpfen, was natürlich dem eingepflanzten Gewächs gar nicht guttut und den Hobbygärtner schlichtweg ärgert. Im eher seltenen Fall kann es auch dazu kommen, dass die Ameisen im Blumentopf überreife bzw. süße Früchte anknabbern.

 

Ameisen im Blumentopf mit Hausmitteln zu Leibe rücken

Zitronensäure gegen Ameisen in der Topfblume

Bei Zitronensaft bzw. Zitronensäure suchen Ameisen, aufgrund des sauren Geschmacks in den meisten Fällen schnell das Weite. Daher am besten eine frische Zitrone auspressen, anschließend den gepressten Saft auf ein Stück Tuch geben und auf die Erde des Blumentopfes legen. Den Vorgang mehrmals wiederholen, sodass nach einiger Zeit sämtliche Ameisen im Blumentopf verschwunden sind.

 

Gurkenschale gegen Ameisen im Pflanzkübel

Für Ameisen im Blumentopf sind Gurkenschalen überaus giftig. Aus diesem Grund einfach über ein paar Tage hinweg die Schalen auf die Erde des befallenen Blumentopfes legen, sodass die Ameisen im Blumentopf abgeschreckt werden und sich nicht mehr in die Nähe des Topfes trauen.

 

Gewürze – Zimt oder Lorbeer

Mit einer Mischung mehrerer Küchenkräuter aus Lorbeer, Zimt und Nelken kann ein natürliches Anti-Ameisen-Mittel entstehen. Die Gewürze müssen dafür nur auf die Erde gestreut werden. Eine Alternative dazu wären ätherische Öle (insbesondere Zimtöl*). Mit nur wenigen Tropfen auf ein Stück Tuch, das dann auf die Erde gelegt wird, kann dieselbe Wirkung erzielt werden. Bestenfalls jeden Tag erneuern, sodass die Ameisen im Blumentopf es irgendwann leid sind.




Ameisen im Blumentopf mit Pulverkaffee vertreiben

Den gemahlenen Kaffee mit wenigen Löffeln auf die Erde streuen. Auch der Trester aus dem Kaffeefilter oder Kaffeevollautomaten hat denselben Effekt auf fliegende Ameisen, wie Pulverkaffee. Das Pulver kann dann vor allem an den Ameisen-Löchern angewendet und mithilfe eines Löffelstiels festgedrückt werden. Der Wachmacher schreckt die Ameisen im Blumentopf durch seinen intensiven Geruch ab, sodass sie sich lieber eine andere Bleibe suchen statt beim Blumentopf zu bleiben.

 

Viel Gießen bei Ameisebefall im Blumentopf

Ameisen im Blumentopf mögen Überschwemmungen überhaupt nicht. Somit kann die Pflanze mehrere Tage hintereinander hinweg gegossen werden (aber nur dann, wenn die Pflanze das auch verträgt!), sodass sich im Untersetzer des Blumentopfes Wasser ansammeln kann. Die Ameisen im Blumentopf werden dann schon bald das Weite suchen.

 

Gartenkreide bzw. Kalk

Zur Vorbeugung einer möglichen Ameisenplage kann um sämtliche Blumentöpfe Gartenkalk bzw. -pulver gestreut werden. Die alkalische Wirkung der Barrieren schreckt die kleinen Insekten ab, sodass sie sich lieber einen anderen Platz bzw. einen anderen Weg suchen.

 

Kein Backpulver!

Viele behaupten Backpulver auf die Erde des Blumentopfes zu streuen helfe bei einem möglichen Ameisenbefall. Davon ist allerdings abzuraten, da das Pulver zum einen nicht gut wirkt und zum anderen für die Ameisen im Blumentopf ein überaus qualvolles Ende bedeutet. Im Gegensatz zum allgemeinen Verständnis wird das Backpulver nicht von Ameisen gefressen, sondern führt bei Kontakt zu tödlichen Verätzungen. Demzufolge sollte man stets auf ein schonendes Mittel zur Entfernung von Ameisen zurückgreifen. Im besten Fall können die Insekten sowohl vertrieben als auch geschützt werden.

 

Kleiner Tipp am Rande bei Ameisen im Blumentopf

Hausmittel sind im Vergleich zu Insektiziden deutlich umweltfreundlicher und können darüber hinaus die Leben der kleinen Tierchen bewahren. Daher sollte man im besten Fall auf das tödliche Gift in Form von Insektiziden verzichten, sodass die kleinen Nützlinge auch weiterhin ein Bestandteil dieses Ökosystems sein können.