Ameiseneier – Die vier Entwicklungsstadien der Ameisenbrut

Ein Vorbild und doch unbeliebt – die Ameise

Die Ameise ist ein fleißiges Insekt, welches wir deshalb bewundern – und doch möchten wir sie auf keinen Fall im Haus haben, denn sie kann unsere Nahrungsvorräte unbrauchbar machen oder uns sogar gefährlich werden. Findet man Ameiseneier im Haus, haben sich die fleißigen Insekten dort schon länger ausgebreitet.

ameiseneier

 

Mit dem Ameisenei fängt alles an

Die Ameise durchläuft vier Stadien (Metamorphose) – vom Ei bis zum fertigen Insekt. Die Ameiseneier werden oft als Eipakete abgelegt. Diese sind mit Salzkorngröße für das menschliche Auge zu klein, um auf Anhieb entdeckt zu werden.

Da die Ameise dieselben Lebensmittel liebt, die wir auch verzehren, legt sie ihre Eier in unseren Vorräten ab. Unentdeckt schlüpfen daraus die Larven – ein neuer Schädling im menschlichen Haushalt ist geboren. Vergessene, sowie überalterte oder im Sommer im Freien stehen gelassene Süßspeisen sind die ideale Anziehungsquelle für Ameisen. Hat eine Ameisenkönigin die Futterquelle erst einmal entdeckt, wird sie diese kurz darauf mit Ameiseneiern bestücken.

 

Die gefräßigen Larven halten Einzug

Nach einer Zeit schlüpfen aus den Eiern die Larven, die optisch den Fliegenmaden ähnlich und sehr gefräßig sind, da das Wachstum der Ameise sich auf dieses Stadium beschränkt. Besonders eiweißhaltige Lebensmittelreste sind eine Brutstätte für Ameisen.

Die Ameisenlarven bewegen sich nicht fort, sondern nur im Rahmen ihrer Ernährung, da sie in diesem Stadium Segmente, aber keine Beine haben. Die Larven werden durch die Arbeiterinnen ernährt, welche mit ihren Sekreten die Nahrung für die Larven „mundgerecht“ zubereiten und diese den Larven zufüttern.

 

Dann gibt es Puppen – aber nicht zum Spielen

Im Puppenstadium ist die sich zur Ameise verwandelnde Larve – wie beim Schmetterling – passiv, ernährt und bewegt sich nicht, während sie die Körperteile einer fertigen Ameise ausbildet.




Bei manchen Ameisenarten spinnen sich die Larven Kokons, in denen sie sich entwickeln, bei anderen Arten fällt dieser Schritt weg. Sinnesorgane, der dreigliedrige Rumpf sowie Beine wachsen in diesem Stadium der Ameise. Jede Ameise besitzt jedoch eine Puppenhaut, aus der schließlich das erwachsene Insekt schlüpft.

 

Insektenadel verpflichtet zur Eiablage

Je nach Lebensbedingung, Ernährung und Kraft bildet sich hier eine Königin, eine Arbeiterin oder ein Soldat heran. Das Ablegen der Ameiseneier ist der geflügelten Königin vorbehalten, die daher als einige Ameise fliegen und somit als Wegweiserin für andere Ameisen in menschliche Haushalte einzudringen vermag.

So kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass plötzlich über den Balkon oder den Garten ganze Straßen, die sich vorher formiert haben, in die Wohnräume eindringen und somit ein Horrorszenario verursachen. Umso wichtiger ist es daher, sichere Wege zu finden, mit denen man Ameisen bekämpfen bzw. einem Befall vorbeugen kann.

 

Wie schütze ich mich?

Daher sollte man unbedingt alle älteren Lebensmittel auf Ameiseneier oder sonstigen Insektenbefall überprüfen. Sind Ameisen, deren Larven, Ameiseneier oder sonstige Insekten darin zu finden, sollten die betroffenen Lebensmittel umgehend entsorgt und der Fundort gründlich gereinigt werden, damit eventuell verbliebene Ameiseneier vernichtet werden.

Auch das Geschlossenhalten des Kühlschrankes, der Speisekammer oder sonstiger Aufbewahrungsorte für Lebensmittel kann dem Ameisenbefall im Haus vorbeugen. Es ist dringen anzuraten, insbesondere im Sommer alle Lebensmittel auf Ameiseneier zu untersuchen und Süßigkeiten, Süßgetränke sowie Reste von Mahlzeiten immer gut verschlossen aufzubewahren.

Auch muss der Müll regelmäßig (am besten täglich) entsorgt werden, da dieser ebenfalls eine ideale Brutstätte für Ameiseneier ist. Auch in Blumentöpfen können sich Ameiseneier befinden. Um diese zu vernichten, sollten die Blumen regelmäßig getränkt werden.

 

Welche Mittel gibt es?

Es gibt einige Mittel, mit denen man Ameisen zu Leine rücken kann – von natürlichen Mitteln bis hin zu Chemie. Haben Sie Ameiseneier bzw. adulte Insekten in den Gemäuern Ihres Hauses entdeckt, sollte ein professioneller Schädlingsbekämpfer zur Rate gezogen werden.

Ist der Befall trotz Bekämpfung mit natürlichen Mitteln zu hartnäckig oder haben sich Ameisenstraßen gebildet, hilft eine Mischung aus Backpulver und Zucker, welche von den Tieren gefressen wird, welche daraufhin sterben. Als letzte Lösung hilft noch der Ameisenköder oder das klassische Ameisengift.

Dieses darf nicht eingeatmet oder über die Haut vom Körper aufgenommen werden, denn auch für den Menschen kann das Gift gefährlich werden. Zur Verteidigung verspritzen die Tiere Ameisensäure, weshalb sie nie mit bloßen Händen bekämpft werden sollten. Die Säure kann ätzend und schädigend auf Augen und Schleimhäute wirken. Auch darf die Säure nicht in den Verdauungstrakt gelangen. Im Zweifelsfall immer den Fachmann fragen!